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Die heutige Gönnersdorfer Kirche erfuhr mehrere Umbauten. Turm- und Chormauern stammen aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. 1733 wurde das Tuffsteingewölbe wegen Baufälligkeit abgebrochen und ersetzt.
Das Kirchlein enthält einige Kostbarkeiten: Eine steinerne Kanzel in spätgotischem Stil verdient Beachtung, desgleichen ein basaltener Taufstein. Der Hochaltar ist aus Holz und ein Werk aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Hauptfigur ist eine graziöse "Himmelskönigin" in barocker Nische, darüber eine kleinere Statue der heiligen Veronika. Seitlich im Chor stehen auf Konsolen Sankt Katharina und Sank Stephanus. Letztere um 1460 entstandene Figur hat eine merkwürdige Umgestaltung erfahren, indem sie etwa 1600 um 40 cm nach unten verlängert wurde, was aus der Kehrseite noch ersichtlich ist.
Als man in neuerer Zeit die Kirche nach dem nördlichen Berghang zu erweiterte, stieß man auf ein altes Massengrab. Die Schädel vieler Toten wiesen durchweg Verletzungen in Form viereckiger Löcher auf, wie sie etwa durch Streitäxte verursacht werden. Es ist zu vermuten, dass es sich dabei um gewaltsam getötete Kriegsgefangene handelt, vielleicht aus der Zeit der Völkerwanderung.